on 27. September 2011 by Internet-Freak in Allgemein, Bildung, Comments (0)

Lieber den Studienplatz tauschen oder einklagen?

Wenn man nicht zur Wunschuni zugelassen wird und stattdessen mit einer anderen Universität vorlieb nehmen muss, dann ist die Enttäuschung natürlich sehr groß. Jedoch ist dann noch nicht alles verloren. Denn es besteht immer noch die Möglichkeit, sich durch Studienplatztausch oder Studienklage den Platz an der Wunschuni zu sichern. Beide Möglichkeiten sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Studienplatztausch
Zum Studienplatztausch benötigt man einen Studenten an der Wunschuni, der bereit ist, auf seinen Platz dort zu verzichten und die Universität zu wechseln. Bevor man den Antrag auf den Tausch stellt, muss man sich über Richtlinien und Fristen der angestrebten Universität genauestens informieren. In ein solches Tauschgeschäft können auch mehr als 2 Studenten miteinbezogen werden. Vor einem Studienplatztausch steht jedoch so manche Hürde. Alle Beteiligten müssen zum Zeitpunkt des Tausches schon immatrikuliert sein und alle vom Tausch betroffenen Studenten müssen in genau demselben Studienfach eingeschrieben sein. Schon bei der kleinsten Abweichung fällt der Studienplatztausch flach. Zu guter Letzt kann ein solcher Tausch nur mit Genehmigung der betroffenen Universitäten stattfinden. Hilfe bietet die Webseite studienplatztausch.de vom Verein zur Förderung studentischer Belange.

Studienklage
Im Falle einer Studienklage stehen die Chancen, im zweiten Anlauf für die gewünschte Universität zugelassen zu werden, selbst bei Nicht-Erreichen des Numerus Clausus nicht schlecht. Jedoch muss man seine Studienklage noch vor dem Ablaufen der Anmeldefrist an der jeweiligen Universität einreichen. Doch warum besteht beim Einklagen des Studienplatzes an der Wunschuni eine solch große Erfolgsaussicht? Das liegt ganz einfach daran, dass die Universitäten weniger Studienplätze vergeben, als ihre Auslastung es zuließe. Universitäten halten Studienplätze zurück und geben eine geringere Kapazität an, als es ihnen möglich wäre, um bei diesem Kostenpunkt Geld zu sparen. Diejenigen, die eine Studienklage einreichen, sollten deshalb veranlassen, dass Verwaltungsgerichte überprüfen, ob die Kapazitäten der Universität wirklich ausgeschöpft sind. Die erfolgreichen Kläger erhalten nach dem geglückten Gerichtsverfahren die bisher unbenutzten Studienplätze. Bei sehr gefragten Studiengängen wie Medizin oder Psychologie, sollte man seine Chancen erhöhen, indem man die Studienklage gegen möglichst viele Universitäten einreicht. Wie hoch die Chance auf eine erfolgreiche Studienklage ist, können der Asta oder ein Anwalt beurteilen. Deshalb empfiehlt es sich, diese vor der Studienklage aufzusuchen oder Sie holen sich weitere Infos auf www.einklagen-studienplatz.de.

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